Besonders geringes Infektionsrisiko in ambulanten OP-Praxen

Schon gewusst? Das Infektionsrisiko mit multiresistenten Keimen ist in ambulanten OP-Praxen besonders gering.

Infektionen mit multiresistenten Keimen sind auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich um Bakterien, denen mit Antibiotika kaum mehr beizukommen ist.
In einer ambulanten OP-Praxis ist das Risiko einer Infektion mit multiresistenten Keimen besonders gering. Dies liegt zum einen daran, dass sich OP-Patienten nach dem Eingriff nur wenige Stunden in der Einrichtung aufhalten und sich nach ihrer Entlassung zu Hause von der Operation erholen. Zum anderen gelten in ambulanten OP-Einrichtungen ebenso strenge Hygieneauflagen wie in Krankenhäusern: Die zuständigen Mitarbeiterinnen sind speziell geschulte Hygienefachkräfte. Alle Instrumente werden nach dem Eingriff penibel aufbereitet, die Aufbereitung wird genau dokumentiert. Sämtliche dafür erforderlichen Geräte werden regelmäßig gewartet und überprüft. Gut also, dass es viele Eingriffe gibt, bei denen ein Krankenhausaufenthalt vermeidbar ist!

Ambulante OP: Betreuung auch nach dem Eingriff von denselben vertrauten Personen

Schon gewusst? Bei einer ambulanten Operation werden Sie auch nach dem Eingriff weiterhin von denselben vertrauten Personen betreut.

In einer ambulanten OP-Praxis werden Sie von Anfang an von Ihrem Operateur persönlich betreut. Der Operateur übernimmt die Voruntersuchung, die Beratung und Aufklärung zum geplanten Eingriff, führt die Operation durch und kontrolliert das Operationsergebnis nach dem Eingriff. Sie sind immer in den besten Händen eines erfahrenen Facharztes, der Ihre individuelle Krankengeschichte nicht nur aus der Krankenakte, sondern persönlich kennt und der Sie – gemeinsam mit dem zuständigen Anästhesisten – durch die gesamte Behandlung begleitet.

Diese kontinuierliche Begleitung in einer ambulanten OP-Praxis ist ein wesentlicher Vorteil für den Menschen.

Was bedeutet ambulantes Operieren?

Schon gewusst? Ambulantes Operieren bedeutet, dass Sie als Patient bereits am Tag der Operation wieder nach Hause gehen können.

Zu Hause ist es einfach am schönsten. Und auch nach einer Operation erholt man sich in der vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände am besten. Dank des medizinischen Fortschritts und moderner schonender Narkosetechniken sind heute mehr Eingriffe ambulant möglich als noch vor 20 Jahren. Vor der Operation prüfen der Operateur und der Anästhesist genau, ob eine ambulante Operation sicher und problemlos möglich ist. Ist dies der Fall, werden Sie als Patient persönlich und genau (hier verlinken zu Shortfact 4) über den Ablauf sowie die Einzelheiten des Eingriffs aufgeklärt. Anschließend wird ein OP-Termin vereinbart.

Ambulante Eingriffe belasten den Körper nur wenig

Am Tag des Eingriffs kommen Sie in das OP-Zentrum und werden noch einmal untersucht, bevor der Anästhesist die Narkose einleitet und der Operateur Sie operiert. Nach dem Eingriff können Sie sich in einem eigens dafür vorgesehenen Aufwachraum in aller Ruhe erholen. Dabei behalten qualifizierte OP-Schwestern Sie genau im Auge und stellen sicher, dass Sie die Narkose und die Operation gut überstanden haben. Dank schonender Narkose- und Operationstechniken belasten ambulante Eingriffe den Körper nur wenig, so dass Sie in der Regel nach wenigen Stunden bereits wieder die OP-Praxis verlassen können. Ihr Operateur oder Anästhesist ist aber auf alle Fälle telefonisch für Sie erreichbar – auch am Abend oder in der Nacht nach dem Eingriff. So können Sie sich beruhigt zu Hause erholen und sind medizinisch dennoch bestens versorgt. Gut also, dass es viele Eingriffe gibt, bei denen ein Krankenhausaufenthalt vermeidbar ist!

Ambulante OP-Praxen: Auch im Notfall für Sie da


Schon gewusst? Notaufnahmen sind nur für absolute Notfälle vorgesehen. Die Praxis in Ihrer Nähe bietet Ihnen darüber hinaus eine umfassende ambulante Betreuung.

Viele Menschen wenden sich bereits bei kleinen Blessuren und gesundheitlichen Problemen an die Notaufnahmen in den Krankenhäusern. Damit blockieren sie die Kapazitäten der Kliniken, die eigentlich für absolute Notfälle vorgesehen sind – etwa Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt bzw. Schlaganfall oder Opfer von Verkehrsunfällen. Alltägliche Verletzungen und weniger dringliche gesundheitliche Probleme hingegen gehören nicht in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Sie können beim niedergelassenen Arzt ganz in Ihrer Nähe während der Sprechzeiten kompetent versorgt werden. Bei akuten gesundheitlichen Problemen müssen sie übrigens auch bei niedergelassenen Ärzten nicht auf einen Termin warten: Vertragsärztliche Praxen halten immer Termine für derartige Fälle frei, damit Patienten mit akuten Beschwerden rasch versorgt werden.

Auch außerhalb der Sprechstundenzeiten im Einsatz

Die niedergelassenen Ärzte sind in Notfällen übrigens auch außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten sowie an Feiertagen und an den Wochenenden im Einsatz: Die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren hierfür einen ärztlichen Bereitschaftsdienst, der bundesweit unter der einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar ist. Überall in Deutschland sind hier niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos – egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen.

Top Hygiene im OP ist teuer- die Krankenkassen verweigern die Kostenerstattung


Krankenkassen verweigern Patienten 55 Euro Kostenerstattung für lebenswichtige Hygiene im OP

Unsere Forderung

Wir Fordern Politik und Krankenkassen auf, im Interesse der Patienten zu handeln und den notwendigen Hygienebeitrag von 55 Euro pro ambulanter OP zu übernehmen!

Gutachten: Hygieneauflagen erfordern einen Zuschlag von 55 Euro pro ambulanter OP

55 Euro – so viel kostet lebenswichtige Hygiene pro ambulanter OP nach den neuesten Standards, allerdings verweigern die Krankenkassen die Kostenübernahme für diese lebenswichtigen Hygienemaßnahmen. Zur Erinnerung: Bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro erhalten die Krankenkassen ca. 4.704 Euro jedes Jahr von Ihren Beitragszahlern. 55 Euro Hygienezuschlag sind die Beitragszahler (Patienten) den Krankenkassen und Politikern jedoch nicht wert.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Schreiben von Dr. med. Christian Deindl und Dr. med. Heribert Lindner an den bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer

Wer gewährleistet aktuell hygienische Sicherheit im OP?

Aktuell zahlen Operateure diese Kosten aus eigener Tasche für Ihre Patienten, denn sie wissen: Bei Hygiene im OP zu sparen wäre fahrlässig und würde die Gesundheit der Patienten gefährden. Die Operateure haben gar keine andere Wahl, als die 55 Euro selbst zu zahlen. Denn kein Operateur kann auf aktuelle Hygienestandards verzichten. Die Alternative für den Operateur wäre, die OP nicht durchzuführen und den Patienten an ein Krankenhaus zu verweisen. Fazit: Politik und Krankenkassen planen ambulante OP-Praxen abzuschaffen und verweisen die Patienten an Krankenhäuser.

Wie viel sind 55 Euro Hygienezuschlag? Ein Rechenbeispiel:

2016-01-24_55Eur-Hygienezuschlag-vs-kv-beitrag_tbBei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro zahlt ein gesetzlich Versicherter einen Beitragssatz von 4.704 Euro (15,7 %) im Jahr. Die Krankenkassen weigern sich, von diesen 4.704 Euro, welche jährlich bei der Kasse eingehen, 55 Euro für aktuelle Hygienestandards zu gewähren. Gemessen an einem jährlichen Krankenkassenbeitrag von 4.704 Euro entsprächen 55 Euro lediglich 1 % des Jahres-Krankenkassenbeitrags.